ADAC GT Masters Hockenheim: Lunardi / Margaritis haben es geschafft

Ein starkes Fahrerduo, ein mit neuem Motor zum Siegfahrzeug mutierter Alpina-BMW und eine anständige BOP-Einstufung machten die „Grüne Wuchtbrumme“ (Zitat: Autobild Motorsport) zum ADAC GT Masters-Champion 2011.
Die doppelt herausgefahrene Poleposition von Dino Lunardi (Samstagsrennen) und Alex Margaritis (Sonntagsrennen) hatte es am Freitagabend bereits vorausgesagt: Der Team Engstler-Alpina-BMW der Meisterschaftsführenden ging auf dem Hockenheimring, trotz 45 kg Erfolgsbalast, sehr gut. So war der Sieg im Samstagsrennen auch mehr eine Bestätigung, als eine Überraschung – und fiel mit 11,6 Sekunden auf die in der Meisterschaft zweitplatzierten Stuck-Brüder deutlich aus. Christopher Mies (Abt-Audi), ebenfalls mit noch theoretischen Meisterschaftschancen vor Hockenheim, war gar nicht erst zum Fahren gekommen, nachdem sein Mitfahrer Christer Jöns bereits nach knapp 15 Minuten mit Antriebsdefekt ausgeschieden war.
Pechvögel des Rennens waren – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – einerseits Sebastian Asch / Michael Ammermüller (a-workx-Porsche) sowie Diego Alessi / Daniel Keilwitz (Callaway-Corvette): Während der bis dato zweitplatzierte Asch kurz vor Rennhalbzeit mit dem blind aus der Box kommenden Peter Kox kollidierte und sich die rechte hintere Radaufhängung verbog, hatte Keilwitz kurz vor Ende des Rennens, ebenfalls auf Rang zwei liegend, einen Reifenschaden. Auf Punktekurs waren auch Jens Klingmann und Andreas Wirth, bis sie in der Spitzkehre kollidierten und aufgeben mussten. Profitieren konnten Stefan Landmann / Rene Rast (Phoenix-Audi) sowie Albert von Thurn und Taxis / Philip Geipel (Reiter-Lamborghini), die auf Rang drei und vier ins Ziel kamen.

Nass gemacht: Während Alex Margaritis jubelt, reibt sich Johannes Stuck die Augen… Die Söhne von Striezel Stuck können trotzdem mit ihrer ersten gemeinsamen Motorsport-Saison sehr zufrieden sein!
Das Sonntagsrennen war hinsichtlich Fahrermeisterschaft also nur noch ein „Freundschaftsspiel“. Es siegten Stefan Landmann / Rene Rast vor dem Farnbacher-Ferrari, auf dem neben Stammfahrer Niclas Kentenich der erst 19-jährige Mario Farnbacher einen perfekten GT-Einstand feierte. Die Stucks hatten bis kurz vor Schluss überlegen geführt, waren dann aber auf den letzten Metern ohne Benzin ganz langsam geworden und rollten nur als fünfte über die Ziellinie. Den Titel des besten Amateurfahrers konnte sich Marc A. Hayek sichern, die Teammeisterschaft ging an Reiter Engineering.

Starkes Ende: Rene Rast und Stefan Landmann feierten mit Platz drei am Samstag und Sieg am Sonntag ihr bislang erfolgreichstes GT Masters-Wochenende.
Die dramatischen Rennen von Hockenheim waren ein standesgemäßer Abschluss einer phänomenalen ADAC GT Masters-Saison 2011 – spätestens jetzt ist die Rennserie als deutsche GT-Meisterschaft etabliert. Mit den spektakulären McLaren MP4-12C wird das Starterfeld 2012 noch um einen weiteren faszinierenden GT-Rennwagen ergänzt. Wie im Rahmen des Hockenheim-Rennens bekannt gegeben wurde, wird das Zakspeed-Team die Einsätze von Gemballa Racing im ADAC GT Masters übernehmen.

„Das Auto ist supergeil, nur das Reglement bremst uns ein bisschen ein“, kommentierte Andreas Zuber die erste Saison des Mercedes SLS AMG GT3 im ADAC GT Masters. Im Samstagsrennen kamen er und sein Partner Lance David Arnold immerhin auf Rang fünf, am Sonntag wurden sie Achte.
ADAC GT Masters 2011 – Endstand:
1. Margaritis / Lunardi 189
2. Stuck / Stuck 164
3. Mies 133
4. Ludwig 122
5. Baumann / Proczyk 110
6. Arnold / Zuber 104
7. Jöns 102
8. Klingmann 91